Schlachttag, 1999 – MO
 
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Tier – Mensch – Roboter
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Zukunftsvisionen
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Die Geschichte von Natternhochzeit und andere
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Stadteinwohner
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Die tote Natur
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Schlachttag
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Dorfidylle
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Die Einsamkeit der Gefährten
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Gottheiten und Biester
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Rimaldas Vikšraitis
Schlachttag, 1999

Rimaldas Vikšraitis zeigt das Dorfleben als Raum, wo die Grenze zwischen Mensch und Tier fließend ist. Das hier ist zwar kein altes traditionelles Dorf, sondern ein Dorf nach der zweiten Welle der sowjetischen Zwangskollektivierung. Die Menschen degradierten, weil sie aus ihren Höfen zu Ortschaften umsiedeln mussten und ihre Tiere in den Großbetrieben eingesperrt wurden. Die rituellen Handlungen von einst, darunter auch die Schlachtung, sind zu grotesken Saufgelagen ausgeartet. Die Dorfbewohner in den Fotografien von Vikšraitis sind selbst zu Tieren heruntergekommen. Die sinnlose Gewalt und der Alkoholismus sind allerdings keine tierischen, sondern rein menschliche Eigenschaften, typisch für dieses angeblich vernünftige Wesen, das sich um die Tiere kümmern sollte.

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Vikšraitis, selbst ein Dorfeinwohner, hat seine Nachbarn, Saufkameraden und ihre Wohnungen fotografiert. Deswegen sind alle ganz entspannt, gebärden sich vor der Kamera und wirken so an der Entstehung des Schauspiels vom Untergang mit. Der Fotograf hat einige Situationen ein wenig inszeniert, damit sie stärkere Ausdruckskraft erhalten. Im Zyklus „Die Grimassen des müden Dorfs“ deuten die Wiederholungen auf die Nähe zwischen Mensch und Tier hin. Auf dem Rücken des Mannes, der gerade ein Schwein absengt, sitzt ein Huhn und beobachtet den Mann bei seiner Arbeit. Bald wird das Huhn aber selbst zur Nahrung werden. Auf einem anderen Foto beißt ein Mann einem geschlachteten Schwein ins Ohr, ein anderer versucht, das Ohr seines Saufkameraden abzubeißen.

Lietuvos kultūros taryba