Der Reiter, der dem Ross den Kopf abgebissen hat, 1994 – MO
 
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Tier – Mensch – Roboter
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Zukunftsvisionen
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Die tote Natur
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Vilmantas Marcinkevičius
Der Reiter, der dem Ross den Kopf abgebissen hat, 1994

Auch das Bild „Der Reiter, der dem Ross den Kopf abgebissen hat” von Vilmantas Marcinkevičius ist eine postmoderne Interpretation des großen Narratives vom Menschen und Tier. Im Gegensatz zum Werk von Šalčiūtė, das die Befreiung verkündet, bildet Marcinkevičius eine disharmonische, gewalttätige Beziehung zwischen dem Menschen und dem Tier ab.

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Grelle fluoreszierte Farben stehen im Kontrast zum düsteren Szenario. Ein Mann in der Arbeitertracht hält einen Pferdekopf. In der klassischen Ikonographie und Literatur ist Pferd ein edles Wesen, des Reiters treuer Freund und Helfer. Ein Pferd zu töten bedeutet einen Verrat an Freund und Beistand. Deswegen steht dieses Bild von Marcinkevičius im Widerspruch zu Heldensagen und zum litauischen Vytis, einer Reiterfigur im litauischen Wappen. Der Reiter wird zum verrückten Arbeiter, der seinen besten Freund umgebracht hat.

Allerdings ist der Mensch überhaupt nicht in der Lage, dem Pferd den Kopf abzubeißen. Deswegen kann man dieses Werk von Marcinkevičius als eine Metapher der Verunsicherung, Ungewissheit und inneren Spannung interpretieren.

Lietuvos kultūros taryba