Die vier großen Unselbstständigen, 1993–2003 – MO
 
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Mindaugas Navakas
Die vier großen Unselbstständigen, 1993–2003

“Kleinigkeiten sind nicht meine Sache” – so könnte es der Bildhauer Mindaugas Navakas auch sagen, in Anlehnung an die von seinem Berufskollegen Stanislovas Kuzma einst geäußerte Bezeichnung kleiner Plastiken als Sonnenblumensamen, die in der Innenausstattung problemlos ihren Platz finden können. Das kann man von der neun Meter hohen Skulptur von Navakas nun wirklich nicht behaupten. Mit seiner kompromisslosen Größe decken “Die vier großen Unselbstständigen” die rebellische Natur des Künstlers auf. Diese spricht übrigens auch aus einem anderen Werk von Navakas – dem “Haken”, der aus dem Gebäude des Eisenbahnerpalastes herausragt.

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Navakas hat ein Faible für Ingenieurkunst: seine Plastik ist aus den jeweils sehr instabilen Bestandteilen konstruiert, die aber so aneinander angelehnt sind, dass sie eine stabile Konstruktion bilden. Vor dem Studium der Bildhauerkunst hat Navakas einige Jahre Architektur studiert. Deswegen erinnern viele seiner Plastiken an Gebäude – so auch das Werk “Zweistöckig”, das am Kai von Neris aufgebaut wurde. Wegen der Vorliebe für verrostete Metallteile stehen sowohl Navakas als auch Urbanavičius (man denke nur an seine “Arche am Kai”) dem berühmten Bildhauer Richard Serra nahe, dessen Labyrinth aus verrostetem Stahl im Guggenheim-Museum in Bilbao zu sehen ist.

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